Rheinhessen / Kulturlandschaft
Das rheinhessische Landschaftsbild ist geprägt sowohl von seinen geologischen Besonderheiten als auch durch die von Menschenhand geschaffene Kulturlandschaft. Die wichtigsten Oberflächenformen der Landschaft werden schon in der Bezeichnung "Rheinhessisches Tafel- und Hügelland" zum Ausdruck gebracht: Das Tafelland wird durch die Plateaus vertreten, das Hügelland durch die Ausraumzonen zwischen den Plateaus.
Das Rheinhessische Tafel- und Hügelland hat weitaus mehr Gesichter, als man beim ersten Anblick der fast waldfreien landschaftsbeherrschenden Tafelberge und der um sie gruppierten Hügelzonen vermuten mag. Die engen Dörfer, Weinberge, die weiten Feldfluren, die Weite und Offenheit, lassen immer wieder den Blick schweifen zu dem nahen oder fern gelegenen Wald am Rande der Landschaft.
Unsere Weinberge heißen "Wingert"! Das besondere Klima ermöglicht jedoch nicht nur den Weinbau, sondern auch die Erzeugung einer Reihe weiterer Kulturpflanzen. Nicht nur Reben auch Rüben prägen das Landschaftsbild. Und auf 20 tsd. Hektar wird hochwertige Braugerste angebaut, in Rheinhessen gedeiht also nicht nur der Reben- sondern auch Gerstensaft. Auf einem großen Teil des Ackerlandes wachsen Weizen und Kartoffeln. Von jeher waren Brot und Kartoffeln Hauptnahrungsmittel der Rheinhessen.
Ob die hitzeflimmernde Luft über den in der Sommersonne liegenden Plateaus, die Ausblicke über die Weite der Landschaft oder der milde Weinduft, der zwischen den Häusern der Ortschaften hängt: All dem haftet ein reizvoller Zug an.